für Septettbesetzung mit Flöte, Klarinette, Streichtrio, Akkordeon und Klavier
Entstehung: Herbst 2025
Aufführungsdauer: 8'30''
Autobiographische Elemente spielen in der Entwicklung meiner Ideen eine immer größer werdende Rolle. Insbesondere bei der Vervollständigung des Zyklus „Divertissements Suisse“ (Op. 10) und des seit 1985 fortwährend zu verschiedenen Gelegenheiten entstehenden Hommagenzyklus (Op. 14) treten viele Anspielungen auf mein persönliches Leben und meine Biographie zutage.
Die zuletzt komponierte Hommage ist mit „63“ betitelt, und meiner lieben Mutter gewidmet: 63 Jahre lang hat sie mich getragen und mein Leben begleitet von meiner Geburt bis zu ihrem Tod an meinem 63. Geburtstag.
Die Zahl 63 ist durch 3, aber auch durch 7 teilbar. Als Zahlensymbolik schien mir daher eine Teilung des Lebens in 9 mal 7 Jahre naheliegend. Eine vorangestellte Introduktion exponiert die wesentlichen harmonischen Elemente, wodurch das Stück in 1 plus 9 Teile gegliedert ist.
Den unterschiedlichen Hommagen des Zyklus Op. 14 ist eine Grundharmonik gemein, die durch einen speziellen, jedem Stück ganz eigenen Tonvorrat ergänzt oder kontrastiert und der aus den musikalischen Buchstaben der Widmungsträger gewonnen wird. Aus Hermine Walland-Staar wird daher die Quartenfolge H-E-A-D und die dazu dissonierende Note Es gewonnen. Phasenverschiebungen in der Introduktion geben zudem wesentliche rhythmische Impulse und werden zu Keimzellen aller folgenden musikalischen Gestalten und Harmonien.