»Wolfgang Schulz gewidmet«

Besetzung: für Flöte solo
Uraufführung: am 28. April 2005 im Arnold Schönberg Center durch Wolfgang Schulz
Aufführungsdauer: ca. 7 Minuten
Notenmaterial:
ECA Nr. 71007
Erhältlich über:
Edition Contemp Art (Verlagsgruppe Hermann)
Goldschmiedgasse 10, 1010 Wien
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Die Studien verträumter Augenblicke wurden als Studien zu einem konzertanten Werk für Flöte und Streichorchester im Jahr 1987 geschrieben. Widrige Umstände führten letztlich dazu, dass das Projekt mit Orchester dann nicht zustande kam.

Einzig die oben genannten Studien für Soloflöte wurden 2004/05 gedruckt und von ihrem Widmungsträger Wolfgang Schulz, dem Soloflötisten der Wiener Philharmoniker, uraufgeführt.

Das Werk besteht aus drei kurzen Stücken: einem kaskadenhaften »Vivace dinamico«, einem »Espressivo ardente« mit klangverändernden flötentechnischen Anforderungen und als Abschluss ein virtuoses »Capriccio eccentrico«, das vor allem Anforderungen an die Artikulation stellt.

René Staar arbeitet hier bei diesem Werk vor allem mit harmonischen Strukturen, die an kadenzierende Strukturen der Tonalität erinnern, aber keineswegs an die dur-moll-Funktionsharmonik der Spätromantik anschließen, zu geprägt sind diese Strukturen von den Neuerungen der Wiener Schule und der Avantgarde nach 1945.

Diese Stücke gehören zu einer Reihe von Werken, die zwischen seinem ersten großen Orchesterwerk Just an Accident? op. 9 (Orchesterfassung 1985) und dem Beginn der Arbeit an den Bagatellen auf den Namen György Ligeti op. 14/3 (1989-96) und der Komposition der ersten Fassung der Metamorphosen eines Labyrinths op. 22a (1991) liegen.
So wie auch die Fragmente eines Traumspiels op. 13 (Komposition eines 1. Satzes 1986), Da stehen wir mit Spiegeln … und fangen auf op. 15 (Komposition von 2 Sätzen 1985), Vision I: Kosmos für Orgel op. 17 (1. Satz eines Triptychons, 1987 fertiggestellt) und vieles andere gehören die Studien verträumter Augenblicke zu den vielen Bruchstücken, die aus der Zeit zwischen 1986 und 1991 übriggeblieben sind.