»Britta Malpricht und Tamas Varga zur Vermählung«

Besetzung: für Violoncello und Klavier
Uraufführung: am 5. Mai 2010 im ASC (Wien)
Aufführungsdauer: 7'50''
Partitur (Ausschnitt, Pdf)

Notizen zum Werk

Die Morgengabe für Cello und Klavier entstand im September 2002 in Rifferswil im Kanton Zürich während einer Kompositionsklausur in der Villa der befreundeten Germanistin Ruth Gilg. Es ist dies das 9. Stück im Zyklus der Hommagen op. 14, der 1985 mit den beiden Stücken Ständchen und Sitzchen zum 85. Geburtstag von Ernst Krenek seinen Anfang genommen hatte.

Die Morgengabe wurde Britta Malpricht und Tamas Varga, dem Solocellisten der Wiener Philharmoniker, zu ihrer Vermählung gewidmet.

Von der Suche über die Personifikation, die Werbung, den Dialog und die Annäherung bis hin zur Vereinigung skizziert dieses Stück die Entwicklung zweier Individuen hin zu einem einander ergänzenden Brautpaar. Die Hauptabschnitte des Stücks streben jeweils einer das Motiv B-A-C-H verarbeitenden Schlussgruppe zu. Diese symbolisieren hier die mystische Vereinbarung zweier Menschen, die weit mehr als nur ein Ehegelübde verbindet. Das Stück spielt mit verschiedenen Möglichkeiten kontrapunktischer Verwebungen, die teils motivischer, teils rhythmischer Natur sind und sowohl horizontal wie vertikal verarbeitet werden.