{Bearbeitung von neun Stücken aus den 30 Miniaturen op. 26}

Uraufführung der Streichorchesterfassung: Juni 2008 im Schloss Hof
Aufführungsdauer: ca. 11 Minuten

I Tanz der koldunischen Hexer
II Würfelspiel in Skopje
III Südslavischer Springtanz
IV Werbelied eines Städters an ein Dorfmädchen
V Wiegenlied aus Mostar
VI Nachtmusik smyrnischer Schmuggler
VII Puppentanz
VIII Liebestanz des Dracula
IX Horó nach bulgarischer Art

a: 1. Fassung für Septett (Klarinette, Harfe und Streichquintett) Partitur (Auschnitt, Pdf)
a': 2. Fassung für Septett (Klarinette, Klavier und Streichquintett) Partitur (Auschnitt, Pdf)
b: Fassung für Streichorchester Partitur (Auschnitt, Pdf)
c: Konzertfassung für Klavier Klavierstimme solo (Auschnitt, Pdf)
d: Fassung für Orchester (work in progress)

Hörproben:

René Staar - Würfelspiel


Nr. II Würfelspiel in Skopje (Fassung für großes Orchester)
ORF-Sinfonieorchester, René Staar, Dirigent

René Staar - Wiegenlied


Nr. II Würfelspiel in Skopje (Fassung für Streichorchester)
Fritz Kreisler Ensemble

René Staar - Wiegenlied


Nr. V Wiegenlied aus Mostar (Fassung für Streichorchester)
Fritz Kreisler Ensemble

 

Über das Balkan-Mosaik:

Nach mehreren erfolgreichen Aufführungen früher Miniaturen für 2 Geigen (aus dem I. Band einer geplanten Violinschule) beschloss ich, neun dieser Stücke in verschiedenen Fassungen für den Konzertgebrauch zu bearbeiten. Die verschiedenen Fassungen (die erste für ein Septett für Streichquintett, Klarinette und Harfe, die zweite für Streichorchester, die dritte für Klavier, die vierte für großes Orchester) stellen diverse Varianten des Materials der ausgewählten Violinduette vor, unterscheiden sich in Länge und Gehalt zum Teil erheblich, erfahren im Vergleich mit den 1974-1976 geschriebenen Duetten harmonische Metamorphosen, formale Umstellungen oder komplexere kontrapunktische Verläufe und rhythmisch strukturelle Präzisierungen.

Jede dieser Fassungen ist in ihrer Art ganz speziell und individuell ausgearbeitet. So wurden die Duette auch zum Materiallager für Kompositionen der leichteren Art. Neben gewichtigeren Konzepten der Komposition hat mich nämlich stets auch die Idee verfolgt, man könne mit den Mitteln der musikalischen Avantgarde auch eine Unterhaltungsmusik schaffen, eine Art Modernisierung – wenn nicht sogar eine Revolution – der Unterhaltungsmusik versuchen (ich nenne das POP revolution). Das vorliegende Werk stellt eine der zahlreichen, von mir angedachten Möglichkeiten eines solchen Versuchs dar.